Zehn Jahre DRM - Eine Bestandsaufnahme

Vor rund zehn Jahren wurde der digitale Rundfunk auf Kurzwelle erstmals propagiert. Man verabschiedete sich damit zugleich von Überlegungen eines kompatiblen SSB-Systems mit Pilotträger. Kurzwellenhörer wie Rundfunker haben seitdem jede Menge Erfahrungen machen können. Nils Schiffhauer, von Anfang an Beobachter dieser Szene, resümiert im Folgenden seine Erfahrungen.

10 Jahre DRM (IV) - Umgang mit Störungen

Im nächsten Teil untersucht Nils Schiffhauer, welche Störungen den DRM-Signalen zum Verhängnis werden und welche Möglichkeiten das System bereithält, um Störungen zu begegnen.

Nach diesem Überblick ein paar Erfahrungen, gewonnen aus jahrelangen Beobachtungen von DRM-Sendungen mit praktisch allen genannten Empfangsmöglichkeiten:

DRM-Empfang für 100 Euro

Die digitale Mittel- und Kurzwelle soll uns Europa und die Welt in UKW-Qualität ins Haus bringen. Mit dem 70-Euro-Kurzwellenkofferradio Roadstar TRA-2350, einer Zusatzplatine und der PC-Soundkarte, sind wir „provisorisch” auf Empfang gegangen.

Roadstar TRA-2350P - Koffer mit DRM-Anschluss

Wenn wir Ihnen nun ein analoges Kurzwellen-Kofferradio vorstellen, werden Sie uns vielleicht für verrückt halten. Das Roadstar TRA-2350P schleudert uns in die 1980er-Jahre zurück, als friedensbewegte Radiohörer dem Kalten Krieg im Äther lauschten. Doch das neue Radio ist erstaunlich preiswert und lädt zu DRM-Experimenten ein.

Preiswerter Einsteiger

Aus dem Hause Teac kommt ein neuer HiFi-Baustein für die heimische Stereo-Anlage. Er zeichnet sich durch Schlichtheit in allen Bereichen aus, eignet sich aber allemal als preiswerter Einstieg in die digitale Radiowelt: DAB Band III und L-Band und zudem ist auch noch UKW mit RDS an Bord.

DAB-Radioangebot wächst weiter

Aus allen Ecken drängen neue DAB-Radioanbieter in den doch recht kleinen deutschen Markt. Gerade jetzt ist das Missverhältnis zwischen den zahlreichen DAB-Radiogeräten auf der einen Seite und den zaudernden Radioprogrammanbietern auf der anderen Seite besonders ärgerlich.

Wären die Programmangebote doch so vielfältig, wie die Formen und Funktionen der neuen DAB-Radios. Doch das Signal der Gerätehersteller ist klar: Der deutsche Markt ist wichtig. Hier die Neuheiten zum Thema Digital-Radio und Lifestyle.

Zwischen MP3 und Petticoat

Digitaler Polit-Jazz

Wer dieser Tage diverse Quellen studiert, kann die Kopflosigkeit von Politik und Veranstaltern in Sachen Digitalradio kaum fassen. UKW bleibt von der EU und von der Landesanstalt für Kommunikation in Stuttgart unangetastet, während Sachsen-Anhalt nahe legt, am UKW-Switch-off 2010 festzuhalten.

Siechtum statt Innovation

Leise und heimlich streichen die Privaten ihre DAB-Ausstrahlungen. Radio ist schon digital. Im Internet - und das hat fast jeder. Die Landesmedienanstalten haben keine Lust mehr, den Scheinaktionismus per Subventionen zu finanzieren. Schlau ist bloß weder die Subvention, noch ihre Streichung.

Frankreichs Radio wird digital

Der französische Industrieminister François Loos gab am 13.März 2007 bekannt, die Digitalisierung des Radios mit T-DMB für Digital Radio Netze im Band III und im L-Band zu forcieren und DRM als einzige digitale Übertragungsnorm für AM-Rundfunk (Lang-, Mittel-, Kurzwelle) zuzulassen. 2008 soll Digital Radio an den Start gehen; getragen von allen wichtigen Radioveranstaltern des Landes.

Digitale Grüße aus Moskau

Riesige Länder mit schwacher Radioversorgung - Russland könnte ebenso wie China ein wesentlicher Markt für die digitale Kurzwelle DRM werden. Dass es den Russen ernst ist, zeigt der Prototyp eines DRM-Radios, den wir in der Kurzwellenhörer-Zeitschrift ”Kurier“ gefunden haben.