Outernet bekommt eigene Satelliten

Outernet bekommt eigene Satelliten

Ort/Quelle
Bonn/rh

Die UK Space Agency hat gestern bekannt gegeben, das US-Startup Outernet durch den Bau erster Cubesats zu unterstützen. Outernet ist eine Initiative, die sich vorgenommen hat - vornehmlich via Satellit - Informationen aus dem Internet in einem Satellitenkanal auszusenden. Mit extrem einfacher Hardware können Menschen in mit Internet unversorgten Regionen so völlig anonym auf Webinhalte zugreifen. Die geplanten Kleinsatelliten kreisen auf erdnahen Umlaufbahnen und senken die technischen Empfangsvoraussetzungen erheblich.

Seit August 2014 sendet Outernet über zwei geostationäre Satelliten erste Internetinhalte zur Erde. Das Ziel, eigene Satelliten in den Orbit zu bringen schien allerdings noch weit weg. Die kleinen Satelliten sollen in rund 500 km Höhe um den Erdball kreisen und mit L-Band und UHF viel niedrigere Frequenzen verwenden. Mit ihnen sinkt Empfangsaufwand deutlich, was die Hardwarekosten für Outernet-Empfänger senken wird.

Die UK Space Agency hat die schottische Firma Clyde Space mit den Bau von drei Cubesats für das Outernet beauftragt. Der Auftrag hat ein Volumen von 1 Mio. Pfund (knapp 1,4 Mio. Euro) und stammt aus einem Programm zur Förderung britischer Unternehmen, die mit internationalen Partnern in Projekten aus den Bereichen Katastrophenschutz, Umweltschutz und humanitäre Hilfe zusammenarbeiten möchten.

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