Blaupunkt wird zerschlagen

Blaupunkt wird zerschlagen

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Ende 2008 hatten wir gemeldet, dass Blaupunkt vom Finanzinvestor Aurelius übernommen wird. Damals hat der Vorstandsvorsitzende des Konzerns noch getönt, man glaube fest an Blaupunkt. Jetzt wird Kasse gemacht, Blaupunkt filetiert - bevor die Mitgift von Bosch in Höhe von 80 Millionen Euro aufgebraucht ist.

Am Blaupunkt-Stammsitz in Hildesheim werden künftig weniger als 50 Mitarbeiter übrig bleiben. Die Traditionsmarke soll sich auf das Autogeschäft beschränken, alles andere wird abgestoßen.

Über die Autoantennen freut sich der Antennenbauer Kathrein in Rosenheim - für einen symbolischen Preis. Das Lautsprecherwerk in Tunesien soll an den tunesischen Arem-Konzern abgegeben werden und man erwartet, dass DB Schenker die Blaupunkt-Logistik übernehmen wird. Schenker ist in die Produktionshallen aufgrund eines Mietvertrages bereits eingezogen.

Und was bleibt? Der Vertrieb von Autoradios, Audiovisionssysteme und Lizenzen für Unterhaltungselektronik wie Kopfhörer. Das klingt nach einem langsamen Tod wie bei Marken namens Braun oder Grundig. Nicht mehr als ein inhaltsleerer Name ist geblieben.

Mitglied seit

10 Jahre 7 Monate
Erstellt von Jean-Pierre 11 Januar, 2010 - 10:31

Jetzt wo sich Blaupunkt auf das Autogeschäft konzentriert, wie sieht es wohl aus mit DAB+ - Autoradios. Wann werden diese auf den Markt gelangen oder produziert und vertrieben.
Gruss
Jean-Pierre

Mitglied seit

11 Jahre 9 Monate
Erstellt von Mario Gongolsky 13 Januar, 2010 - 14:35

Antwort auf von Jean-Pierre

Blaupunkt hatte sich schon vorher aus der DAB-Entwicklung etwas zurückgezogen, weil die Stückzahlen nicht überzeugten. Ich würde denken, das keine neuen DAB-Modelle aufgelegt werden.

Es kommt hinzu, dass der Nachrüstmarkt für Autoradios schwindet. Immer weniger Autos haben einen Standard-Einbauschacht. Die Lösung muss von den Autoherstellern selbst kommen. Zulieferer wie TechniSat sind da durchaus aktiv.

Mitglied seit

10 Jahre 7 Monate
Erstellt von Jean-Pierre 14 Januar, 2010 - 10:33

Antwort auf von Mario Gongolsky

Hallo Mario,

Was macht man denn, wenn man ältere oder Oldtimer fährt mit DIN-Schacht?

Da ja in der Schweiz die DAB-Autoradios für DIN-Schacht Mangelware oder sehr teuer sind, muss man diese direkt aus dem Ausland beziehen.

Malta macht ja den Anfang mit Autoradios mit DAB+ für den Fix-Einbau.